Gingivitis, Zahnfleischentzündung und Stomatitis bei Katzen

Chronische Zahnfleischentzündung bei Katzen, Gingivitis und Stomatitis bei Katzen

Zusammen mit FORL DIE chronischen Maul-Erkrankung bei Katzen. Da ich mich gerade sowohl als Katzenpartnerin mental als auch als Tierhomöopathin fachlich an diesem Thema „abarbeite“ teile ich hier meine eigenen Erfahrungen mit unserer Katze Sissi. Einiges funktionierte gut, anderes leider gar nicht…. zum Verzweifeln, ja das schon, aber nicht aussichtslos!

Am Ende des Beitrags noch Tipps von Sissi und mir! Und eine eingekürzte Zusammenfassung zum „Take-away“ für alle Katzenfreunde.

Krankheit Gingivitis bei Katzen

Die Diagnose lautet Gingivitis-Stomatitis, chronische Zahnfleischentzündung gepaart mit einer entzündeten Mundschleimhaut, auch Stomatitis genannt. Jede zweite (!) Katze ab einem gewissen Alter soll Probleme in der Mundhöhle haben. Mir sind bereits einige Katzen, deren Zähne aufgrund eine Gingivitis gezogen waren in den Konsultationen begegnet, jedoch wurde ich bislang damit nicht in der Tierhomöopathie  konfrontiert.

Mit unserer „neuen“ Katze Sissi, 2,5 Jahre alt BKH Animal Hording Fall aus Tierheim, hat sich nun mein Wissen gerade ungewollt deutlich vermehrfacht. Wir gingen seit April 2015 durch Giardien, verstärktem Ohrenrschmalz, chronische Gingivitis & Verdacht auf FORL, ebenso zwischenzeitliche Unsauberkeit, Schreckhaftigkeit und eine Katzenzusammenführung. Begleitet durch Homöopathie, Kolloidales Silber und Tierärztin.

Erfahrungsbericht chronische Zahnfleischentzündung bei Katzen

Da wir Vieles angewendet und ausprobiert haben dürfte unser Erfahrungsbericht allgemein interessant sein. Weder Giardien noch eine Gingivitis sind leichte Erkrankungen der Katze. Doch nun zu Sissi und ihrer chronischen Zahnfleischentzündung gepaart mit der entzündeten Mundhöhle:

Beginn und Verlauf

Mai 2015 erste äußere Anzeichen der chronischen Zahnfleischentzündung:

  • Speicheln aus den Mundwinkeln
  • dunkler, blutiger Speichel
  • starker Mundgeruch
  • starker Körpergeruch
  • im Verhalten sehr ruhig und verändert, schreckhaft
  • Gähnen schmerzhaft
  • Zahnfleisch stark gerötet und geschwollen
  • Eiterungen des Zahnfleisches

Diagnose: Gingivitis-Stomatitis-Komplex – klingt genauso gruselig wie es ist!

Stomatitis, Entzündung Maulhöhle mit Blutungen bei Katze Sissi

Stomatitis, Entzündung Maulhöhle mit Blutungen bei Katze Sissi

Vorschlag Haus-TÄ

  • Versuch, das Immunsystem mit Interferon zu stärken
  • sonst die Zähne ziehen
  • Heilungsprognose Chance 50% aber es kann danach genau so fröhlich weitergehen.
  • Antibiose (AB) hilft wenn, nur kurzzeitig. Verdacht auf FORL

FORL – Kurzinfo

Feline ondoklastische resorptive Läsionen

  • tritt nur bei Katzen auf!
  • bereits in 7000 Jahre alten Katzenskeletten entdeckt! Ganz erstaunlich, finde ich. Eine zähe fiese Angelegenheit.
  • das eigene Kalzium in den Zähnen wird vom Körper abgebaut und zwar nur in den Zähnen, daher sieht man die typischen ausgefransten Zahnhälse
  • heute vermutet man, dass es sich um eine Störung im Kalzium-Phosphor-Haushalt handelt.
    Interessanter weise, ein ähnliches Problem wie bei Nierenschädigungen, auch dort begegnet uns das Kalzium-Phosphor-Verhältnis als Problem
  • somit im Grunde eine Autoimmunkrankheit, da das Immunsystem überzogen reagiert
  • Wir sehen, manche Krankheiten halten sich Tausende von Jahren im Körper! Wie eine typische Katzenkrankheit: reaktiv, schnell, deutlich, hartnäckig und schwer zu behandeln!

Ich entschied, wir gehen den Weg mit Homöopathie zur Stärkung des Immunsystems, klar, als Tiehomöopathin, was auch sonst?!

Homöopathische Erfolge und Grenzen

Homöopathisch ab Mai 15, unterschiedliche Mittel (Calcium, Sulphur, Natrium-muriaticum, Silicea – wobei Silicea bei Siss am meisten bewirkte); Mittelwahl erfolgte nach angemessener Betrachtung aller Symptome, klassische Homöopathie.

Tägliches Putzen des Mauls, vorsichtig mit weichem nassen Lappen, den getrockneten braunen Speichel entfernen.

  • etwas Besserung in ihrem Gemüt/Verhalten als auch für die Gingivitis
  • Verbesserung Fellkleid, die zwei kahlen Stellen an den vorderen Flanken verschwanden
  • sie nahm an etwas an Gewicht zu, trotz der Zahnfleischprobleme
  • wurde insgesamt stabiler, sah besser aus
  • Ohrenkratzen wurde weniger, die Haare wuchsen wieder im Ohrbereich und auch auf den Ohren
  • Körpergeruch weg
  • Breiiger Kot ebenfalls gebessert

Es blieben:

  • Symptome der Zahnfleischentzündung mit Mundgeruch usw.
  • der beißende Kotgeruch
  • immer wieder Rückfälle mit starkem blutigem Speicheln, vorwiegend rechtsseitig

Die Symptome veränderten sich nicht und wurden auch nicht dauerhaft abgeschwächt – was für Heilung der chronischen Erkrankung Zahnfleisch-entzündung gesprochen hätte

Eine zweite Blutuntersuchung, es kann gut sein, dass irgendwelche fiesen Erkrankungen das Immunsystem schwächen – solche Dinge müssen auch für eine homöopathische Behandlung bekannt sein

  • Feline Leukose Virus (FeLV)
  • Feline Immunschwäche FIV (Katzen AIDS)
  • Calici-Viren

Ergebnis: nichts dergleichen! Ich war heilfroh!

Kolloidales Silber zur Unterstützung

Kolloidales Silber, ebenfalls ab Mai 15, Stärke 50ppm zu Beginn, später 25ppm. Die Zähne sollen erhalten bleiben. Ich hatte bis zu dem Tag keine Erfahrung mit der Anwendung von KS.

Ich hatte über das Silber gute Ergebnisse gelesen, gerade bei Zahnfleischentzündungen. Es wird als natürliches Antibiotika beschrieben. Das Wasser ist mit elektrisch geladenen Silber-Teilchen angereichert. Einzellige Parasiten, d. h. Bakterien, Viren und Pilze werden in kürzester Zeit abgetötet, da die sehr winzigen Silbermoleküle in die Bakterien eindringen und dort ein für die Sauerstoffgewinnung wichtiges Enzym blockieren.
Mehr zum KS erfahren? Klar, z. B. von Herrn Kühni!

           *[Buchempfehlung „Kolloidales Silber“ / Werner Kühni – er  ist wirklich ein wissender Mensch zum Thema und auch das KS würde ich bei ihm bestellen, da die Qualität garantiert ist. Er hat ebenfalls jahrelange homöopathische Erfahrung bei Menschen. Auch Facebook-Gruppe ist toll]

Allerdings hörte ich auch andere Ansichten zum Silber – naja, unterschiedliche Erfahrungen helfen ein gutes Meinungsbild zu bekommen. Die Wirkung der homöopathischen Mittel soll es nicht beeinflussen, außer bei Aurum-metallicum (Gold). Mir waren auch keine Wechselwirkungen mit den verwendeten homöopathischen Mitteln aufgefallen.

Hier in unserem Fall blieb das KS jedoch ohne Wirkung! Gründe dafür aus heutiger Sicht und meiner persönlichen Einschätzung:

  • hilft bei Bakterien, die wir hier aber nicht hatten, was erst später deutlich wurde
  • ggf. zu schwach dosiert mit 50ppm und zu unregelmäßig gegeben
  • es bleibt nicht lange in der Mundhöhle, Spülungen wie beim Menschen sind nicht möglich, und welche Katzen lässt sich gerne etwas in den Mund sprühen? Daher kaum Kontakt zu den betroffenen Zahnfleischstellen und der Mundschleimhaut, somit keine ausreichende Wirkungszeit

September 2015 Antibiotika „Testweise“ um etwas Entspannung reinzubringen:

Ergebnis: Null-Veränderung, AB hat nicht angeschlagen. Schlechtes Zeichen, denn somit Verdacht auf FORL! In dem Fall müssten die Backen-Zähne gezogen werden.

Oktober 2015 – Ziehen der Backenzähne

Da keine Aussicht auf Besserung bestand, das Zahnfleisch nach wie vor stark geschwollen war, Eiterungen und Rötungen, mehr oder weniger deutlich nach Tagesform Probleme bereiteten, entschied ich mich für das Ziehen der Backenzähne, was ein entzündeter und erhaltender Herd darstellte.
Der Grund: Lebensqualität für Sissi verbessern!!! 

  • Reißzähne und die vorderen Schneidezähne blieben erhalten
  • Verdacht auf FORL im Ansatz, da leicht ausgefranste Zahnhälse

Januar 2016 – Nachröntgen wg. möglicher Zahnreste und Ziehen des oberen Reißzahnes links

Immer wieder hatte sie Probleme, Gähnen schmerzhaft usw. – hin und wieder gebe ich Metacam Schmerzmittel, damit wir uns alle mal entspannen können. Ich leide mit!

TÄ hatte sie vor der 1. OP trotz meiner Forderung nicht geröntgt! Ich vermute Zahnreste von abgebrochenen Zähnen im Zahnfleisch. Diese verneint die TÄ vehement, ich lasse mich davon nicht abwimmeln, sie wird geröntgt, leider kein Dentalröntgen-Gerät.

chronische Gingivitis, Zahnfleischentzündung bei Katze Sissi

chronische Gingivitis, Zahnfleischentzündung bei Katze Sissi

Röntgen

  • keine Rest im Zahnfleisch, aber der obere Reißzahn begann sich aus seinem Zahnfach zu schieben.
  • Der Zahnbereich ist rot und stark geschwollen – aber noch nichts gegen ihre Mundhöhle!
    Die TÄ rät zum Ziehen des Zahnes, ich stimme zu und ein gesunder Zahn (!) wurde gezogen.
    -> das würde ich bei diesem Symptombild nicht wieder machen lassen! Zum einen war der Zahn gesund, zum anderen hätten wir den Bereich sicherlich mit Homöopathie in den Griff bekommen. TÄ meinte, der Zahn würde sonst irgendwann rausfallen aber bis dahin Probleme bereiten

Sissi kam da zu Beginn nicht wirklich mit klar, da tat sie sich sehr schwer mit! Der Reißzahn ist etwas Besonderes.

Linderung? Ja, lokal in dem Bereich, aber Verlagerung der Probleme auf die Mundschleimhaut/Stomatitis legt wieder zu, Verlagerung der Problematik:

  • mehr blutend
  • jetzt beidseitig, nachdem der Zahn raus ist, rechts- wie linksseitig
  • insgesamt die falsche Richtung, mehr Probleme im Rachenbereich usw., Stomatitis wird noch deutlicher, eher Schluckbeschwerden
  • Hömöopathische Behandlung mit Merc-s und Merc.-c sowie Phosphor bringen leichte Besserung

aktuell: wieder munterer, mehr in Kontakt, frisst wieder besser, ist interessierter,

Entwicklung – die ganze Zeit homöopathisch betreut

  • es geht ihr insgesamt gesehen deutlich besser u sie ist stabiler
  • der Mundgeruch ist weg, ebenso der Kotgeruch „Verdauung beginnt im Mund“ da sieht man es mal wieder
  • Fellkleid prima, sie sieht gut aus
  • hält ihr Gewicht mit etwas Speck auf den Rippen, was ihr gut steht
  • Mundhöhle unter der Zunge nach wie vor stark gerötet, das verursacht die Blutungen
  • Blutungen mal mehr mal weniger ausgeprägt
  • hin und wieder schmerzhaftes Gähnen
  • von der Psyche hat sie sich stark verbessert, stabiler, interessierter, probiert mehr aus, ist gut in Kontakt mit mir und der Umwelt, munterer

Wir betreuen sie weiterhin homöopathisch (u. a. Mercurius, Phosphor). Ich bin mir sehr sicher, dass wir das Problem dauerhaft in den Griff bekommen werden. Ich weiß nicht wann, aber der Weg ist der Richtige.

Aus meiner Sicht und Erfahrung geht es nicht ohne Homöopathie.

Fazit

Bei Siss war das Ziehen der Backenzähne die richtige Entscheidung, auch da die Zähne nicht mehr gesund waren und sie Verdacht auf FORL aufwiesen – dass das AB nicht wirkte, erhärtet den Verdacht. Ich würds wieder machen lassen. Es geht ihr seitdem deutlich besser. Wir haben alles versucht, natürlich auch homöopathisch und ich muss sagen, es ist und bleibt ein schwieriges Thema, die chronische Gingivitis bei Katzen!

Reißzahn (auf dem Foto dargestellt als er noch bei Sissi war) würde ich nicht wieder ziehen lassen, da er gesund schien und sich bei Sissi die Problematik der entzündeten Maulhöhle danach weiter ausbreitete. Auch würde ich mich eher an einen Tierarzt mit Zusatzausbilung Zahnheilkunde (! wichtig, drauf achten) und mit einem Dentalröntgengerät [Vorteil, jeder Zahn kann einzeln betrachtet werden. Bei herkömmlichen Geräten liegen die Kieferseiten übereinander, die Betrachtung ist weniger deutlich] wenden.

Alle Tierhomöopathen, es waren nicht einmal 5 an der Zahl, die Erfahrung mit Gingivitis bei Katzen hatten, wussten nur von positiven Fallverläufen zu berichten, in denen bei den Katzen die Zähne gezogen waren! Nur eine Tierhomöopathin hatte das Problem auch mit Zähnen in Griff, der Kater wurde sein Leben lang homöopathisch mit Hochpotenzen behandelt. Ob er einfach Probleme mit Bakterien oder FORL hatte wissen wir nicht…

Was ist zu tun, wenn Ihre Katze erkrankt ist

an erster Stelle: gute Diagnose mit Blutuntersuchung auf Calici-Viren, FIV und FeLV – alles Dinge die das Immunsystem schwächen und es rotieren lassen

  • andere Ursachen? Zahnstein, genetische Veranlagung, Stress im Haushalt (auch Stress belastet das Immunsystem)
  • wenn machbar, Untersuchung auf FORL, das geht leider nur übers Röntgen, was Narkose bedeutet
  • es gibt mittlerweile gute Katzen-Zahnärzte – auf Zusatzausbildung achten!

Therapiemöglichkeiten

Immunsystem stärken, homöopathisch u ggf. zusätzlich Interferon – das ist das Wichtigste, das körpereigene System auf Vordermann bringen!!! DAS A und O!

  • Zahnstein-Entfernung
  • wird es nicht besser muss man auch aufgrund der Lebensqualität der Katze über das Ziehen der Backenzähne nachdenken.
    Vorteilhaft ist es jedoch, wenn die vorderen Zähne inklusive Reißzähne erhalten bleiben. Oft können diese im Kiefer verbleiben. Das hängt jedoch von Typ und Grad der Erkrankung ab. Wenn es FORL im fortgeschrittenen Stadium ist, tut man der Katze sicherlich keinen Gefallen die Zähne zu retten.
    Manchmal werden aber auch alle Zähne präventiv gezogen, auch wenn nur die Backenzähne betroffen sind. Das muss natürlich nicht sein!  

    Hätte man mir das Anfang 2015 gesagt, hätte ich es nicht geglaubt, mittlerweile habe ich meine Meinung aufgrund der eigenen Erfahrung mit Sissi aufgeweicht.

Tipps von Sissi und mir:

  • Fressnäpfe höher stellen, das Problem der Stomatitis liegt im Bereich des Zungengrundes, Kieferwinkelbereich und Rachen. Das Kopfrunterbeugen zum Napf bereitet Schmerzen. Sissi frisst besser seitdem der Napf erhöht steht!
  • Kitten Trockenfutter – kleine Form, die ohne viel Kauen abgeschluckt werden kann und die Katzen halten damit akzeptabel ihr Gewicht, auch wenn sie wenig fressen!
    Wenn Sissi starke Probleme hat, dann frisst sie zumindest das Futter. Ich nehme von Royal-Canin das Kittenfutter, welches ich eigentlich für unsere alten Katzen-Dame Violet gekauft hatte, um sie auch mit wenig Futteraufnahme bei Gewicht zu halten. Sissi hat sich dann gleich mit bedient und es wurde klar, dass sie auch an Tagen mit Maul-Schmerzen das Futter aufnehmen kann.
    Auch hier: Fütterung ohne TF ist kein Dogma! Gucken was angesagt und vorrangig ist. Es nutzt nichts die Katze gesund ernähren zu wollen wenn sie es nicht frisst und dabei fast verhungert weil sie das Futter nicht kauen kann!
  • Hin und wieder Schmerzmittel darf sein! Ich habe gelernt, dass es dann gut sein soll, wenn man es 3 Tage gibt, da sich dann bei der Katze eine andere Schmerz-Toleranz einstellt. War mir auch neu!

Natürlich ist die Gesamtverfassung zu berücksichtigen. Bei einer alten Katze mit Nierenschwächung würde ich mit den Schmerzmitteln vorsichtiger sein: denn alles muss über die Nieren wieder raus! Wie immer ist dann eine Risiko-Nutzen-Abschätzung zu machen in die auch die Lebensqualität einfließt und natürlich die Gesundheit ganzheitlich betrachtet.

Brauchen Sie homöopathische Unterstützung für Ihre Katze? Dann melden Sie sich. Bleiben Sie am Ball, auch wenn es zum Verzweifeln ist! Die Chancen auf eine Verbesserung nach der OP stehen 50/50 – mit Homöopathie sind sie deutlich verbessert!

 

Sie möchten Ihre eigenen Erfahrungen zur Gingivitis und Stomatitis bei Ihrer Katze teilen? Bitte, schreiben Sie, ich freue mich auf Austausch wie sicherlich alle Leser dieses Artikels!

Zusammenfassung – kurz und knackig + Zusatzinfos

Mehr erfahren zu Deiner Katze? Deine Beziehung zu Deiner Katze intensivieren und auf ein neues Level bringen? Deine Katze umfassend verstehen? Das neue 12 Wochen Intensiv Begleitprogramm von Katzenwege -> GO!

Hallo! Ich bin Susanne Peimann – hier zusammen mit Jordi – Love lasts forever! Großer Fan und Dolmetscherin der Katzenwelt, Expertin für Katzen und Katzenprobleme jeder Art, begeisterte und staunende Tierhomöopathin.

 

 

 

 

 

 

 

34 Gedanken zu “Gingivitis, Zahnfleischentzündung und Stomatitis bei Katzen

  1. Liebe Frau Peilmann, habe Ihren Bericht mit großem Interesse gelesen. Wirklich sehr hilfreicht. 2 meiner Katzen sind an FORL erkrankt. Beim (nur) Tierzahnarzt wurden meinem Willi die Backenzähne auf der rechten Seite oben und unten entfernt. Bei meiner Maja (sie hat ein enorm schwaches Immunsystem) wurden alle noch erhaltenen Zähne – bis auf die Reißzähne entfernt. Nach der OP ging es Maja ca 2 Monate richtig toll. Sie wurde enorm selbstbewusst, war nicht mehr so extrem anhänglich. Leider ist es inzwischen so, dass die Krankheit nun voll auf die Reißzähne losgeht. Die Zähne verloren in den letzten 4 Monaten enorm an Zahnsubstanz und ein Zahn wackelt. Nun steht die Entscheidung an, ob die 4 Reißzähne gezogen werden sollen. Generell habe ich große Bedenken, auch in Bezug auf das Zusammenleben mit meinen beiden anderen Stubentigern. Und es macht mir große Angst, wenn ich hier lese, dass dann „der Mund zusammenfällt“. Was meinen Sie damit genau???

    • Hallo und guten Abend,
      wenn die Zähne gezogen sind muss sich auch das Gewebe und die Muskulatur rund um das Zahnfleisch anpassen. Zur Info, dass es aussieht als sei „der Mund eingefallen“ habe ich jetzt nochmal nachgefragt. Es soll gleich nach der OP so ausgesehen haben, mittlerweile ist aber alles gut und der Kater soll wieder normal aussehen. Die Info war also ein Missverständnis bzw. der persönliche Eindruck der Halterin nach der OP. Ich werde diese Passage aus dem Blog-Beitrag entfernen. Also, was das betrifft alles in Ordnung.
      Um das Zusammenleben mit den anderen beiden Stubentigern würde ich mir nicht so viel Gedanken machen, Katzen nutzen ja in dem Sinne bei ihren tierischen Freunden nicht die Reißzähne. Es wäre eher draußen eine Situation vlt. mit Nachbarskatzen kritisch, sofern Maya dann überhaupt die Zähne einsetzen würde. Viele Katzen gehen einem aktiven Streit eher aus dem Weg und ergreifen die Flucht wenn es brenzlig wird. Sissi hat den verlorenen Reißzahn nicht so gut verkraftet, was aber auch daran liegt, dass sie eine so heftige Stomatitis hat. D. h. wir haben nicht nur lokal die Gingivitis, die wir jetzt nach dem Ziehen der Backenzähne halbwegs im Griff haben, sondern bei ihr ist tatsächlich die Entzündung in der Maulhöhle vorrangig, gerade jetzt wo der Reißzahn gezogen wurde. Wie beschrieben reagiert sie jetzt noch doller über die Stomatitis. Aktuell haben wir gerade das homöopathische Mittel angepasst, mal sehen, das sieht nicht so schlecht aus.
      Eine Katzenfreundin hat auf der Katzenwege-Facebook-Seite ihre Erlebnisse geschildert. Bei einer Katze wurden alle Zähne gezogen, auch erst nach und nach, weil es nicht besser wurde. Seitdem geht es der Katze konstant besser und sie schreibt, dass sie es wieder machen lassen würde. Es verlief alles positiv und ihrer Katze geht es seitdem deutlich besser. Schauen Sie mal auf die Facebookseite von Katzenwege. Ganz interessant, dort hat sie auch ein Bild der gezogenen Katzenzähne gepostet u sie beschreibt ihre Erlebnisse beim Tierarzt.

      Also, ich drück die Daumen, dass es Maya bald wieder richtig gut geht! Bei Siss arbeiten wir noch dran!

      Liebe Grüße!

  2. Hab leider auch das Problem mit meinem einen Kater er ist 11 JAHRE und ihm wurden jetzt auch alle Zähne bis auf die reißzähne gezogen,nur leider ist nicht alles zum Guten da er weiterhin mit Cortison gespitzt werden muss um es einigermaßen im griff zu bekommen,was kann ich ihm gutes tun um sein Immunsystem aufzubauen

    • Hallo Iris,
      ich fühle mit! Man muss sagen, dass wir bei Sissi alles außer Cortison und eine Dauergabe von Atopica ausprobiert hatten! Homöopathisch hatten wir sie zwischendurch recht gut eingestellt, es gab für ca. 3 Wochen eine Besserung, danach kam es wieder durch, es stellte sich also kein Heilungserfolg ein. Sie hatte zum Schluss nur noch 3 Reißzähne und vorne die Schneidezähne. Dennoch starke Entzündungen im Mundbereich mit blutigem Speichel usw. Unsere TÄ meinte ebenfalls, dass ja kaum noch Zähne da seien die einen Reiz setzten zumal die Entzündungen hinten im Kieferwinkelbereich lagen. Dann hatte ich mich entschieden, im Februar sind die restlichen Zähne bei einem Zahnspezialisten, Herr Zimmermann in der Tierklinik Lüneburg gezogen worden. Ergebnis:
      nach ca. 3-4 Wochen war alles abgeklungen! Seitdem nicht wieder auffällig! Hin und wieder scheint es ihr zu zwicken das wars. Sie ist zurück im Katzenleben, spielt und tobt, hat sich prächtig gemacht, weiter zugenommen, Fell besser, unsere Haus-TÄ hatte sie ein halbes Jahr nicht gesehen und sie nicht wieder erkannt. Sissi macht ihr Ding und ist gut in ihrer Energie. Gleichzeitig ist der verstärkte Ohrschmalz zurückgegangen.
      Ich kann nur sagen, es müssen ALLE Zähne raus. Das habe ich auch von anderen Klienten gehört. Egal was man erzählt, nutzt nichts, wenn es besser werden soll und auch Homöopathie nicht greift, ich würde es immer wieder machen. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich es sofort machen lassen. Siss hat eine dermaßen hohe Lebensqualität zurückbekommen, eigentlich hat sie jetzt erst ihr Leben zurück. Wir haben sie allerdings nach der OP zu Beginn zusätzlich homöopathisch behandelt und sie hat das Mittel in unterschiedlichen Abständen noch über die ersten Wochen bekommen. Selbst Hr. Zimmermann war skeptisch ob das Zähne-Ziehen bei ihr ausreichend wäre, da sie vorher mit so wenigen Zähnen noch so heftig reagiert hatte. Cortison als Dauergabe war für mich keine Option, das muss alles wieder im Körper abgebaut werden. Siss war als das los ging 2 Jahre alt, heute ist sie 4 Jahre. Eine mehrjährige Cortisongabe hätte die Organe geschädigt.
      Wie gesagt, beide TÄ waren sich nicht sicher ob das Zähne-Ziehen ausreichen würde. Und direkt 3 Wochen nach der OP hatte sie auch leichte Rückfälle, aber dann haben die homöopathischen Mittel gegriffen, was vorher in der Form nicht möglich war. Ein Reißzahn war übrigens mit dem Kiefer verwachsen, ich war dann froh mit ihr bei einem Zahn-Spezialisten gewesen zu sein. Das hatte also alles etwas länger gedauert mit der OP. Ich habe es vorher nicht geglaubt, von anderen gehört dass das komplette Ziehen der Zähne eine Lösung sein kann, jetzt sehe ich das Ergebnis und muss sagen: richtige Entscheidung.

      Zum Immunsystem: Homöopathie und Interferon (hatte bei Siss leider keine Wirkung das Interferon).
      Also, alles Gute für euch Beiden! Du wirst den richtigen Weg für euch finden!
      Liebe Grüße, Susanne

  3. Hallo , ein sehr interessanter Bericht.
    Ich habe einen 8 jährigen Kater ,der im Moment echte Probleme mit seinen Zähnen hat.
    Nach diagnostizierter Zahnfleischentzündung wurde ihm der Zahnstein vom Tierarzt entfernt. Das Zahnfleisch ist jedoch immer noch rot, und er frisst kaum. Momentan bin ich etwas ratlos. Nochmal zum Arzt, oder lieber in die Klinik mit Zahnheilkunde ? Ich frage mich auch , ob es vielleicht an Streß liegt, denn wir haben seit ein paar Wochen einen zweiten Kater. Die beiden verstehen sich eigentlich ganz gut, zumindest gehen sie nicht aufeinander los.
    Nun kommt auch noch hinzu, dass beide wegen Giardien behandelt werden müssen. ….
    Es ist also im Moment der “ Wurm“ drin 🙁

    • Hallo Sille,
      Eine Zahnfleischentzündung bzw. Probleme im Maul kommen oft zusammen mit Giardien! Das stelle ich immer wieder fest und es war bei Sissi auch nicht anders. Sie hatte diese Parasiten aus dem Tierheim mitgebracht. „Verdauung beginnt im Mund“, das wäre also nicht ungewöhnlich. Gleichzeitig ist es eine Frage des Immunsystems. Ist das richtig fit, kommen die Katzen auch besser mit den Giardien klar, Stress belastet das Immunsystem, der Organismus wird anfälliger für Erkrankungen. Eine neue Katze bedeutet für beide Tiere IMMER Stress. Die Frage ist, wie sie damit umgehen. Das sollte sich nach einigen Wochen/Monaten legen. Selbst wenn sie nicht auf einander losgehen, haben sie doch damit zu tun und müssen sich erst mit der neuen Lebenssituation anfreunden. Daher kann es sehr wohl Stress sein. Müsste sich aber wieder bessern!
      Andererseits ist er jetzt 11 Jahre alt und da können gerade die Backenzähne schon mal Probleme bereiten! Nicht unüblich und ein entzündeter Zahn ist nicht immer gleich sichtbar. Wenn er schlechter frisst ist das ein sehr auffälliges Symptom dass etwas nicht stimmt. Entweder Stress oder aber die Zähne.
      Ich würde nochmal anderes Futter versuchen! Wenn er vorher vlt. Schmerzen beim Fressen hatte, kann es sein, dass er es mit dem Futter verbindet. Hatte ich bei meinen Katzen erlebt. In Phasen mit Zahn-/Maulproblemen hatten sie Sorten gefressen, die sie später nicht mehr angerührt hatten. Vielleicht auch nochmal den Futterplatz ändern und auf alle Fälle beide Katzen im Zusammenspiel nochmal genau beobachten – was zeigen die Katzen Dir? Fällt irgendwas auf? Wir der erste Kater gestalkt oder blockiert?
      Giardien heißt auch am besten das Futter umstellen. Die Dinger stehen auf Kohlenhydrate! Daher alles was mit Zucker zu tun hat, ist nicht gut. Am Besten auch hier wieder: BARF. Ich würde als AB zur Bekämpfung der Giardien Metronidazol vor Panakur bevorzugen. Und zusätzlich danach ein Darm-Aufbau-Mittel geben, z. B. CaniKur Pro, gibts beim Tierarzt. Mit dieser Kombi hatte ich bei Sissi eine sehr gute Wirkung. Giardien kommen wie gesagt auch gerne bei Stress durch. Panakur hat mir zu viele Nachwirkungen! Das steht überall zu lesen und ich habe einige Klienten, die eine ähnliche Erfahrung gemacht haben.
      Und natürlich würde ich zeitnah nochmal den Mund checken lassen, vlt. durch einen zweiten Zahnarzt, eine zweite Sichtung kann manchmal nicht schaden. Ein gute Tier-Zahnarzt ist bestimmt hilfreich. Wo kommst Du her?
      Ich empfehle Dr. Zimmermann aus der Tierklinik Lüneburg. Dort war ich mit Sissi zum Ziehen der restlichen Zähne. Der Mann ist kompetent, offen für unterstützende alternative Heilmethoden und hat ein sehr gutes Einfühlungsvermögen für Menschen und die Tiere. Und ich empfehle bestimmt nicht jeden 🙂
      Alles Gute & liebe Grüße,
      Susanne

  4. Die Giardien hat der neue Kater wohl aus Spanien mitgebracht, und nun müssen natürlich beide behandelt werden. Das Mittel heißt Metrobactin.
    Ich finde, der neue Kater ist eigentlich recht verhalten ,wohl noch etwas verspielt ,er ist erst 7 Monate alt. Ich muß dazu sagen, dass der alte Kater nie ein Einzeltier war ,bis sein Kumpel letztes Jahr verstorben ist.
    Was ist denn BARF ?
    Lüneburg ist wohl etwas zu weit, aber ich hoffe, dass mein Tierarzt helfen kann, er macht mir einen offenen Eindruck ,auch in andere Richtungen zu schauen.
    Jedenfalls Danke für die Tipps ,man macht sich ja wirklich Sorgen, wenn so ein kleines Tier so leidet.
    LG 🙂

    • Metrobactin basiert auf Metronidazol. Allerdings kann man es den Katzen besser verabreichen, Metronidazol war sehr schwierig, man hat die Rezeptur oder so verändert und jetzt soll es besser mit der Gabe klappen. BARF ist „Biologically appropriate raw food“ (Bezeichnungen wechselten im Laufe der Jahre) und heißt im Grunde genommen Rohfütterung, also artgerecht. Ein guter Anbieter solches Katzen-Futters ist z. B. Bellami aus Oldenburg (füttere ich).
      Also, viel Glück und eine gute Heilung!
      LG!

  5. Liebe Frau Peimann,
    herzlichen Dank für den sehr ausführlichen und interessanten Bericht. Ich habe beim Lesen regelrecht mit Ihnen und Sissi gelitten.
    Beide meine Katzen, knapp 2,5 Jahre alt (aus dem Tierschutz übernommen) haben Gingivitis. Die Zähne, bis auf die Fangzähne wurde bereits gezogen. Glücklicherweise haben die 2 „nur“ Maulgeruch, manchmal schüttelt der Kater den Kopf beim Fressen, was ja auch ein Symptom von Schmerzen ist. Das Zahnfleisch ist bei beiden an den verbliebenen Zähnen entzündet, wobei der Appetit bei beiden nach wie vor gut ist, beide haben sogar an Gewicht zugelegt.
    Was genau kann ich tun um die Entzündung zu hemmen. Ich möchte keinesfalls warten, bis sie aufhören zu fressen.
    Gestern erhielten sie ein Langzeitantibiotikum und ich hoffe sehr, dass man ihnen damit helfen kann.

    Haben Sie einen Rat für uns?

    Viele liebe Grüße,
    Melita Franc mit Anakin & Leia

    • Hallo Melita,
      danke für das Feedback zu dem Bericht zu Siss‘ und Ihrem Verlauf der Gingivitis. Ich werde den Beitrag vervollständigen müssen, Sissis Zähne wurden komplett im Februar dieses Jahres gezogen, seitdem hat sie ihr Leben zurück 🙂 Ich kann es nicht anders sagen! Alles Bestens seitdem, unser Katzen-Mädchen ist nicht wiederzuerkennen. Bei ihr war es so das einzig Richtige. Folgebehandlung danach für ein paar Monate hin und wieder ihr homöopathisches Mittel.
      Doch zu Anakin und Leia. Man hat im Grunde genommen die Wahl, aber alles – mit Ausnahme der Homöopathie – bedeutet wiederholte Gaben, manchmal auch tägliche wie unter Cortision. Das finde ich muss man überlegen, ob das gerade bei jüngeren Tieren gemacht werden sollte. Alle Medikamente müssen über Leber und Niere abgebaut werden. AB kann Besserung bringen, wird es vlt. auch, wenn es allerdings chronisch ist, muss man schauen, ob das eine Lösung ist, die dann sicherlich nur kurzzeitig Erfolg hat. Auch da gibt es Nebenwirkungen.
      Schwierig, etwas zu sagen, ohne mehr zu Leia und Anakin zu wissen. Ich würde abwägen, da spielt der Leidensdruck der Tiere die wichtigste Rolle. Bei Siss war es so deutlich, dass man was machen musste, sie fraß zwar aber das war schon eine heftige Zeit. Wenn es nur hin und wieder bei beiden Katzen Probleme gibt, leichtes Schmerzverhalten, Zahnfleisch leicht gerötet, beide sind auch sonst fit, fressen und toben, kann man abwarten und ggf. hin und wieder etwas geben. Sollten die Abstände aber kürzer werden, beide Katzen weniger spielen und Freude haben, würde ich die Zähne ziehen lassen – sofern die Zähne der Hauptreiz sind! Die eigentliche Erkrankung im Immunsystembereich bleibt letztendlich. Von Sissi kann ich berichten, dass sich auch andere Symptome durch das Zähne-Ziehen gebessert hatten, was ich vorher nicht vermutet hätte!
      Und sicherlich kann man nochmal homöopathisch gucken. Ich kann mir vorstellen dass bei solch einer „leichteren“ Symptomlage auch das richtige homöopathische Mittel unterstützt. Wenn das eine Option sein kann, bitte ich um Kontaktaufnahme!
      Viel Erfolg und alles Gute!
      Liebe Grüße, Susanne

  6. Hallo, ich habe einen 6 jährigen Kater, der aber schon länger mit der chronischen gingivitis kämpft… Er ist mittlerweile stark abgemagert und sehr schwach.. Hab bisher keine Zähne ziehen lassen, da alle gesund sind… Kann er denn nach der Entfernung von Backenzähnen noch Trockenfutter fressen? Er tut mir so leid.. Außerdem muss er zum säubern in Narkose gelegt werden, aber alle 2 Monate Narkose kann ja nun auch nicht gut sein…

    • Hallo Biggi,

      Bitte auch UNBEDINGT vorab abklären ob Erkankungen wie: FeLV, FIV oder Calicivieren vorliegen, oder andere Erkrankungen die das Immunsystem schwächen! All diese Krankheiten schwächen das Immunsystem und können zu dauerhaften chronischen Entzündungen im Maul führen. Dann ist der Heilungsweg ein anderer als beispielsweise bei FORL oder einer angeborenen Immunschwäche.
      Chronische Gingi. kommt auch gerne zusammen mit Darm-Giardien „Verdauung beginnt im Mund“.

      Nein, eine Narkose alle zwei Monate ist nicht gut. Ich würde nochmal medizinisch alles abklären. Bei Siss sahen die Zähne äußerlich auch gut aus, es gab daran nichts zu beanstanden. Dennoch, erst nachdem ALLE Zähne gezogen waren, hatten wir die gewünschte Besserung und wir eine Katze! Siss hat seitdem überhaupt erst ein richtiges Katzenleben, sie tobt und spielt. Fressen kein Thema, sie futtert TF und auch Nassfutter wie Tunfisch. Sie hat seitdem auch zugenommen und ist äußerlich kaum wieder zu erkennen.
      Wir hatten ALLES versucht, bevor ich mich dazu entschieden hatte, auch mit diversen Homöopathinnen gesprochen, auch unterschiedliche Tierärzte. Seitdem die Zähne raus sind, kann ich sie auch homöopathisch besser betreuen, sollte eine kleine Stelle im Maul mal wieder rot sein/Probleme bereiten, haben wir das jetzt homöopathisch in Griff. Sie hat keine Erkrankungen wie FIV, FeLV oder Calici. Aber eben ein überschießendes Immunsystem und auch Verdacht auf FORL, ein Reißzahn war mit dem Unterkiefer verwachsen.
      Liebe Grüße, Susanne

  7. Hallo ,
    haben auch einen 12 Jahre alten Kater Felix er hat auch seid 1 Jahr Stomatitis. Alle Zähne entfernt dann war 2 Jahre Ruhe und seid 1 Jahr ungefähr immer mal wieder kleine entzündete Stellen am Zahnfleisch , od.kl.Bläschen . Es ist zum wahnsinnig werden. Hatten Langzeitantibiotika jetzt nur noch entzündungshemmende Mittel, wollte es jetzt einfach mal mit homöopathischen Mitteln versuchen , aber was und welche ? LG

    • Hallo Sabine,
      ich fühle mit euch!
      Ja, Homöopathie ist eine sehr gute Idee. Leider kann ich Dir ohne Anamnese nicht sagen, welches Mittel für Felix passt. Es gibt viele verschiedene Mittel, die für ihn passen könnten. Daher ist eine Erstberatung auch unumgänglich. Was für die eine Katze passt, passt nicht unbedingt auch für eine andere Katze mit gleichen Symptomen. Gibt es Rötungen, Besonderheiten, Du erwähnst ja schon die Bläschen, welche Bereiche sind genau betroffen usw.. All das fließt in die „Bestandsaufnahme“ 🙂 zu Felix mit ein und muss berücksichtigt werden.
      Wenn Du homöopathisch betreuen möchtest, gerne bei mir oder einer gut ausgebildeten Kollegin.
      Liebe Grüße, Susanne

  8. Hallo Susanne, ich bin jetzt etwas verwirrt. Zuerts schreibst Zähne nicht ziehen wenn sie noch in Ordnung sind und in den letzten Kommentaren dann doch dass es besser ist wenn alle Zähne weg sind. Ich betreue manchmal die Katze meiner Tochter, die große Probleme mitg Gingivitis hat. Letztes Jahr wurden bis auf die Reißzähne alle gezogen. Das war jedoch nur kurzfristig von Erfolg gekrönt. Interferon hilft auch nicht. Wir sind verzweifelt. Einen Tierhomöopathen haben wir leider nicht in der Nähe. Was können wir noch tun?

    • Hallo liebe Gaby,
      stimmt, das wirkt verwirrend. Der Artikel muss aktualisiert werden, dazu bin ich noch nicht gekommen. Es ging bei Sissi so weiter, dass bei einem Tierzahnarzt, die restlichen Zähne gezogen wurden. Das ging wirklich nicht anders und ich bin mittlerweile der Ansicht, dass es eine echte Lösung sein kann. Wir hatten wirklich Alles, aber auch Alles ausprobiert.
      Seitdem die Zähne raus sind, haben wir eine Katze und Sissi ihr Leben zurück! Allerdings war es auch danach nicht sofort besser, sie wurde homöopathisch begleitet, was sehr gut lief und läuft. Wenn es ihr hin und wieder zwickt oder zwackt, bekommt sie von mir das passende Mittel, was ihr nach wie vor sehr gut hilft. Vorher hatten die Homöopathika nicht ausreichend angeschlagen. Der Reiz durch die verbliebenen Zähne war zu groß. Und natürlich bleibt ihr Immunsystem „überschießend“. Interessanterweise hat sie seitdem auch deutlich weniger Ohrschmalz und weniger Ohr-Jucken.

      Also mein Rat: man kann es homöopathisch versuchen, damit beginnen und sehen ob es trotz der Reißzähne funktioniert. Schlägt das nicht an, dann würde ich die Zähne ziehen lassen, gerade wenn der Leidensdruck extrem ist (war es bei Sissi! Wie extrem habe ich erst gesehen, seit alle Zähne raus sind) und die Katzen keine deutlich reduzierte Lebensqualität haben. Und dann zu Beginn nach der OP homöopathisch betreuen, falls es noch nicht ganz gebessert ist.

      Ihr könnt gerne einen Termin bei mir vereinbaren, die räumliche Distanz ist kein Problem, ich arbeite ja deutschland- und europaweit, per Telefon oder Skype. Unterlagen wie Vidoes könnt ihr Whats App senden. Wenn ihr jemand Qualifiziertes vor Ort bevorzugt, schreibt mir bitte wo ihr wohnt, dann gucke ich, welche meiner Kolleginnen euch helfen kann.

      Liebe Grüße, Susanne

  9. Hallo liebe Susanne

    Mein Perser Kater Voldemort ist jetzt 2 Jahre geworden im Feb .Er hat entzündetes Zahnfleisch ,aber nicht blutig es beginnt direkt oben wo das Zahnfleisch am Zahn beginnt .
    Wir waren im Mai beim TA mit allen Katzen ,wir haben insgesammt 4 . Drei Burmas und 1 Perser .
    Die TÄ sagte Forl könne Sie ausschließen ,das Problem wären zu viele Bakterien im Mäulchen .
    Zurzeit gebe ich eine halbe Traumeel am Tag und tupfe 2 mal am Tag mit KS das Zahnfleisch ab . Das mache ich jetzt seit 4 Tagen .
    Mercurius hatte ich auch gelesen sollte gut helfen ,das ist ja im Traumeel auch drinne.
    Ich hatte schon überlegt mit Colostrum zu unterstützen ,hast du da auch schon mal Erfahrung mit gemacht ?.
    Liebe Grüße Christiane mit Max ,Moritz ,Sari und Voldemort

    • Hallo liebe Christiane,
      danke für die interessante Mitteilung. Nein, Colostrum hatte ich noch nicht versucht. Ich hatte KS, allerdings einfach ins Maul gegeben, Zahnfleisch abtupfen wäre schön gewesen, aber gerade innen, würde Sissi da nicht mitmachen. Außerdem war unklar, ob KS die homöopathische Behandlung beeinflusst. Es gab wohl einen Einfluss auf Aurum z. B., eben Silber und Gold. Herr Kühni hatte dazu mal etwas geschrieben. Also mit KS keine Besserung. Dann Interferon, längere Zeit oral gegeben, keine Besserung. Vom Zahn-TA weiß ich, dass sie es in heftigen Fällen auch schon mal unterspritzen… Heißt aber jedes Mal Vollnarkose. Homöopathisch, ja, man kann an Mercurius denken, aber auch an Belladonna, Nat-m, usw. Wie immer in der Homöoapthie gibt es kein Pauschal-Mittel. Immer individuell gucken: was sind die Symptome, was zeigt uns das Tier. Zahnfleisch kann rot sein, geschwollen, eitrig, Tier zieht sich zurück oder nicht, alles Unterscheidungen. Daher kommen auch mehrere Mittel in Frage. Was bei der einen Katze hilft, hilft nicht unbedingt bei der anderen. Sissi hatte lange Zeit Belladonna bekommen. Eigentlich ein gutes Akut-Mittel, bei ihr half es auch chronisch. Violet hatte im Alter sehr starke Maul-Probleme (alte Katze eben, sie neigen ja zu Granulomen und Tumore im Maul aufgrund der Nierenproblematik), ihr half Lyco sehr gut, aber auch Mercurius.
      Siss bekommt heute hin und wieder wenn es zwickt, Staphisagria… wohl bei ihr eher auf der Gemütsebene, aber es hilft ihr immer wieder mal gut. Auch kein typisches Gingivitis-Mittel 🙂
      Traumeel ist ein Komplexmittel. Heißt viele Mittel zusammen. Kann man machen, allerdings weiß man leider nicht, welches Mittel nun wirklich hilft und kann dann auch nicht weiterarbeiten, weil man nicht weiß, welches Mittel wann in welcher Potenz gegeben werden sollte.
      Dass zu viele Bakterien in einem Katzen-Maul sind, habe ich noch nicht gehört, das ist mir gänzlich neu. Hat er auch verstärkten Ohrschmalz oder andere Absonderungen verstärkt? Das könnte dann ähnlich wie bei Sissi auf eine überschießenden Immunsystem schließen.
      Liebe Grüße für euch alle! Susanne

  10. Hallo liebe Susanne,
    ich lebe in Jordanien und kuemmere mich um ein paar Strassenkatzen. Zwei hatten als Kitties Katzenvirus und fast nicht ueberlebt, verbrachten lange Zeit beim Vet. Sie sind jetzt ca. 1 1/2 Jahre, einer hat Dauerschnupfen, die andere Rachenprobleme (klingt wie Asthma). Gegen den Schnupfen wirkte ENDLICH ein dt. schleimloesendes Medikament am besten. Beide Gingivitis von klein auf. Einer bekam einen Zahn gezogen. Das Problem: TA kann nicht alles bekommen, bzw. das Wissen ist nicht so gross. Mehr als Antibiotika ist nicht. Ich werde versuchen Interferon zu finden – gibt es das auch oral? Der eine Kater hat doch hohen Speichelfluss, eine Seite tut ihm bei Beruehrung weh, aber er frisst sehr gut. Eine Zeitlang frass er kein Trockenfutter. Ich mixte ihm das Plaquemittel unter Nassfutter, da ging auch der schwere Mundgeruch komplett weg und auch Trockenfutter geht wieder. Jetzt will er das Plaquemittel nicht mehr, Mundgeruch ist wieder da, schwerer Speichelfluss in der Frueh oder nach dem Schlafen.

    WELCHE Medikamente oder Wirkstoffe soll ich suchen? Interferon, Virbagen Omega, kann ich Fischoelkapseln ueber das Futter traeufeln?

    Vielen Dank fuer jegliche Hilfe!

    Coco

    • Hallo Coco,
      Interferon gibt es in kleinen Kanülen, 3ml, die ins Maul gegeben werden. 1x täglich. Die Spritzen sind eingefroren, um haltbar zu bleiben. Auftauen geht dann in der Hand sehr schnell. Das sollte mindestens 4 Wochen gegeben werden und ist leider kostenintensiv. Fischölkapseln kenne ich mich leider nicht mit aus, denke allerdings, dass es auch nicht schaden kann.
      Wenn es eine schwere Gingi-Stoma ist, kann über das Ziehen aller Zähne nachgedacht werden. Das wurde ja bei Sissi letztendlich gemacht, wir haben es anders nicht in den Griff bekommen. Seitdem haben wir aber überhaupt erst eine Katze, die tobt und spielt!! Wurde mir dann auch von einem Zahnspezialisten aus Lüneburg empfohlen.
      Man müsste wirklich nochmal genauer wissen, was dahinter steckt. Bei Sissi ist es ein überreagierendes Immunsystem, angeboren, würde ich sagen.
      Interferon kannst Du in der Tat versuchen.
      Hoffe, ich konnte irgendwie weiterhelfen und sende liebe Grüße nach Jordanien,
      Susanne

  11. Hallo Susanne

    Auch ich habe einen an Stomatitis erkrankten Kater. Neben der Stomatitis liegt noch eine Diabetes vor, welche mit Lantus (Insulin) behandelt wird aber sich wohl auf Grund der Entzündungen schlecht einstellen lässt. Da es sich um ein Tier aus dem Tierheim handelt, ist sein genaues Alter nicht bekannt. ich würde ihn aber auf 8 Jahre schätzen. Anfangs wurde seine Stoma mit AB und Cortison behandelt. Später haben wir das Cortison auf Grund der Diabetes abgesetzt. Lt. Blutbild hatte der Gute ausserdem bereits Berührung mit Corona Viren (FIB Antikörper). Anfang diesen Jahres wurden Ihm bis auf seine 4 Fänge alle Zähne gezogen. Lt. digitalem Dental Röntgen waren es die Einzigen, welche nicht von FORL befallen waren. Seit ca. 2-3 Monaten bekommt er jetzt beidseitig Interferon täglich ins Maul gespritzt. Bisher hat sich keine Besserung eingestellt. Vor allem Schwellungen beidseitig in den Kieferbögen (welche mal mehr und mal weniger gerötet sind) und starke Rötungen dahinter und tlw. im Gaumenbereich machen Ihm zu schaffen. Gegen die Schmerzen bekommt er von Zeit zu Zeit Inflacam. Neben den Schmerzen ist sein zähflüssiges Speicheln auffällig.

    Ich würde nun ganz gern auch Homöopathie bei ihm ausprobieren. Gibts irgendwelche Empfehlungen?

    Beste Grüße

    • Hallo lieber Mario,

      puh, da bringt Kater ja einiges mit an gesundheitlichen Themen. Vielen Dank für den ausführlichen Beitrag. Bei Sissi war es so, dass erst nachdem alle Zähne rauswaren, die homöopathischen Mittel auch angeschlagen hatten. Sie hatte ja noch die 4 Reißzähne drin und immer noch starke Reaktionen im Maul. Die 4 Zähne hatten, meine ich, kein FORL, aber ihr Immunsystem war und ist überschießend. Heißt auch viel Ohrschmalz usw.. Durch die verbliebenen Zähne wurde der Reiz quasi aufrecht erhalten. Sowohl unsere HausTÄ als auch der Zahn-Fach-TA waren erstaunt, dass es ihr nach ca. 4 Wochen besser ging, sie war unter homöop. Betreuung und ist seitdem überhaupt erst eine Katze! Sie hat seitdem eigentlich erst ihr Leben wieder!
      Bei Kater können wir gucken, ob sich unter Homöopathie trotz der verbleibenden 4 Zähne eine Besserung einstellt.
      Gerne würde ich ein Mittel empfehlen und damit ggf. eine frühzeitige Heilung unterstützen, aber mit den homöopathischen Tipps ist es so eine Sache. Man versucht ja, das passende Mittel für ein Individum zu finden. Da spielen viele Faktoren rein und diese sind immer indviduell und unterschiedlich. Was bei der einen Katze passt, wird nicht auch bei der anderen passen müssen.
      Lange Rede kurzer Sinn, bitte einen Anamnese-Termin bei einer Kollegin oder bei mir vereinbaren 🙂
      Liebe Grüße,
      Susanne

        • Hallo liebe Doris,
          würde ich gerne mitteilen, aber leider kann man das nicht pauschal sagen. Es kommen wie so oft unterschiedliche Mittel in Frage. Homöopathie berücksichtigt ja in der Mittelfindung die Individualität der Katze. Anders als z. B. in der Schulmedizin, bekommt nicht jedes Tier das gleiche Mittel, nur weil die Erkrankung identisch ist. Die Tiere gehen unterschiedlich mit der Erkrankung um, ebenso sind Symptome oft unterschiedlich: mehr Rötungen, Schwellungen, Katze zieht sich zurück oder sie bleibt dabei munter usw…. Das alles gilt es zu betrachten, um das passende homöopathische Mittel zu finden.
          Sissi bekam auch unterschiedliche Mittel, je nachdem was und wie sie sich gerade zeigte und welche Symptome vorrangig waren. Das muss alles abgestimmt und ganzheitlich sein. Gerade bei chronischen Erkrankungen bedarf es einer guten Anamnese und Betreuung. Meine Empfehlung wäre, dass ihr euch eine gute Tierhomöopathie Therapeutin/en und dann das Problem angeht. Wie gesagt, es ist selbst mit Homöopathie nicht einfach.
          Alles Gute für euch & liebe Grüße,
          Susann

  12. Hallo Susanne,
    sehr interessant dein Bericht. Und ich sehe mein kleinen Kater in der Geschichte wieder. Beim Zahnwechsel fing damals alles an. Er hatte starke Entzündungen incl. FORL mit knapp 1 Jahr bekam er alle Zähne gezogen bis auf die Reißzähne. Er war von Baby an sehr sensibele (Siamese), als er u sein Bruder zu mir kamen, brachten sie erstmal Tritrichomonats mit. Diese wurde monatelang mit AB therapiert. Danach war dann das Immunsystem total zerschossen und es folgten Zeiten wo er sehr krank wurde. Nach den Zähne ziehen, begann ich erstmal den Körper zu entgiften, Darmaufbau, Organ Unterstützung etc. Nachdem Ärzte den Bub mit knapp einen Jahr als austherapiert beurteilten und ich quer durch Deutschland /Niederlande Kliniken war. Gab ich mich nicht damit zufrieden u begann eine Ausbildung zur THP (Letzen Züge nun )… Ich bekam alles gut im Griff Durchfall verschwand… Aber er bleibt empfindlich er ist gerade 4 Jahre geworden. Bisher hielt sich Entzündung im Rachenbereich in Grenzen. Aber jetzt gerade flammt es richtig auf. Er hat rechts /links Gaumenbögen Bläschen und Entzündungen die langsam oben einseitig Zahnfleisch befallen. Und auch die Verdauung spielt wieder verrückt. Aber das Immunsystem sitzt bekanntlich ja im Darm und fängt Maul höhle an. Ich habe gelesen das du auch die Reißzähne ziehen gelassen hast Schlussendlich und dann erst Ruhe rein kam…? Mein Bub hat auch nur noch diese 4 St. Ich versuche gerade den akuten Entzündungsschub zu Reduzieren. Ich würde mich über ein Erfahrungsaustausch freuen unter (zukünftige) Kollegen. Da leider dieses Thema immer mehr Aufmerksamkeit bedarf zukünftig. Und leider immer noch viele Tierärzte 0815 arbeiten Cortison etc… Lg

    • Hallo liebe Debbie,
      vielen Dank für den Beitrag und den Kontakt 😉
      Du kannst es versuchen, wenn die Zähne noch drin sind, ich würde nach aller Erfahrung sagen, alle Zähne ziehen lassen! Bei Sissi wurde es wirklich erst danach besser! Seitdem hat sie ein Katzenleben! Wir sind es von allen Seiten angegangen und ich habe mit sehr erfahrenen Tierhomöopathinnen gearbeitet u auch Ernährung usw..Verdauung wurde schon vor dem Ziehen der letzten Zähne besser, aber die Gingivitis u Stomatitis nicht. Nachdem alle Zähne raus waren, griffen auch die homöopathischen Mittel. Der Reiz war durch die Zähne konstant gegeben. Natürlich bleibt das Problem des überschießenden Immunsystems, jedoch hat sie jetzt damit keine erkennbaren Probleme mehr. Seitdem alle Zähne raus sind, spielt sie, hat zugenommen und sieht insgesamt deutlich besser aus. Ich denke aus der Erfahrung, dass die Homöopathie dort auch Grenzen hat und zur Besserung, ein anderes Umfeld im Maul geschaffen werden muss. Ohne Reize eben.
      Ich muss aber auch sagen, dass Sissi sehr wahrscheinlich trotz des Zähneziehens noch Probleme hätte, wenn wir sie nicht danach homöopathisch unterstützt hätten!
      Würde mich freuen, wenn wir in Kontakt bleiben.
      Liebe Grüße, Susanne

  13. Wegen der Zahnfleischerkrankungen meiner Katze waren wir nun auch beim Tierzahnarzt. Ich hoffe, dass sich die Beschwerden lindern werden. In der nächsten Zeit werde ich auch das Futter dahingehend umstellen. Vielen Dank für den Beitrag!

  14. Hallo Susanne ,
    eine junge Pflegekatze samt Nachwuchs hatte ich aus dem Tierheim betreut , die kitten wurden vermittelt, die Mutterkatze wollte ich mit der extremen Zahnfleischentzündung nicht zur Vermittlung zurückgeben , erst wenn sie alle Op´s überstanden hat.
    Alle Zähne sind gezogen , außer den Eckzähnen, die permanente geschwulstige Entzündung am Ende der Kiefer bleibt bestehen , trotz Cortisongabe ,
    Kreosotum D12 und Lactobacillen.
    Hier im Ort ist ein inkompetenter Tierheilpraktiker , sodass ich nicht weiterweiß.
    die Katze lebt natürlich bei mir und ist viel fröhlicher und ist aufgeblüht.
    Trotzdem möchte ich diese Entzündungen nicht mit cortison weiter behandeln , hast du einen Tipp , Mucosa compositum hat auch nicht geholfen.

    • Hallo liebe Zuzana,
      die Homöopathie basiert ja auf dem individuellen Geschehen. Heißt, es muss eine gute Anamnese gemacht werden. Du hast ja einiges schon versucht, auch ein Komplexmittel Mucosa. Diese Komplexmittel sind eine Ansammlung an einzelne homöoapthischen Mitteln. Was keiner klassischen Homöoapthie entspricht und der Nachteil, wenn es hilft, fein, hilft es nicht, keine Chance irgendwas an das Geschehen oder vlt. neue Symptome anzupassen. Heißt, entweder top oder hopp. Die klassische Homöopathie arbeitet mit einem Mittel und einer Potenz zur Zeit. In der Therapie wird immer wieder neu justiert, was die Katze gerade braucht.

      Ich helfe euch gerne weiter, aber ohne eine Anamnese geht es nicht! Es gibt allein 5 Mittel, die adhoc in Frage kämen. Jedoch, kann es genauso gut sein, dass ein ganz anderes Mittel aktuell passender wäre. Gerne würde ich schnelle Tipps geben, aber das funktioniert leider nicht! Weder in der Tierpsychologie, noch in der Tierhomöopathie. Gerade betreue ich einen Kater mit FORL und FIV, da kommen z. B. nochmal ganz andere Mittel zum Einsatz. Ein sehr komplizierter Fall mit vielen Symptomen und Neben-Erkrankungen.

      Wenn Du einen Termin bei mir vereinbarst, können wir auch besprechen was sonst noch Sinn macht. Ggf. muss auch über das Ziehen der Reißzähne nachgedacht werden. Bei Katzen mit diesen Zahnproblemen haben wir leider immer wieder Folgeprobleme im Mund: Stomatitis, Gingivitis, Nekrosen, Rachenentzündungen usw…. Und ich muss sagen, dass diese Erkrankungen in der Behandlung einiges an Erfahrung des Therapeuten und auch Katzen-Wissen dazu verlangen und es dennoch nicht leicht ist, es in den Griff zu bekommen. Das weiß ich aus meiner homöopathischen Praxis und natürlich habe ich es selber mit meiner Katzen Sissi erfahren.

      So, das war viel Text 🙂 rufe mich bitte an, wenn Du Unterstützung brauchst, dann besprechen wir das Vorgehen. Festnetz Katzenwege: 0421-16694913

      Nur Mut! Liebe Grüße, Susanne

  15. Hallo und vielen Dank für den interessanten Artikel !
    Eine unsere Maine Coon Ladys „Honeymoon“ hat seit langem Zahnfleischprobleme, wir haben sie gestern bei unserem TA vorgestellt der nach schaune in den Mund sofort für die Entfernung aller Zähne (nach Röntgen natürlich) plädiert hat. Dies wird in zwei Wochen durchgeführt. Die Nierenwerte sind leider nicht mehr so toll (Früherkennungswert an der Grenze auch Creatinin ist an der Grenze der Norm, also laut TA wohl im Anfangsstadium der Erkrankung was laut Ihm ein riesen Vorteil ist das wir das hier nun festgestellt haben um entsprechend zu behandeln, er meinte aber das die Nieren erst nach den Zähnen dran kommen können, da eine Ernährungsumstellung im Moment Kontraproduktiv wäre). Die Immunglobuline seien bei unsere Katze auch stark erhöht was auf eine Beteiligung vin Calici Viren hindeuten könnte.
    Nun meine Frage: Kann ich noch etwas unterstützendes tun für sie in Sachen Homöopathie oder anderen Dingen, sie ist 9 Jahre + 4 Monate alt wiegt 5,9 KG, Smyptome : Stark entzündetes Purpurviolettes Zahnfleisch welches erbärmlich stinkt und starkes Speicheln. Sie isst noch, aber mit Bedacht (sogar Maine Coon Trockenfutter immer mal ein paar Stück knacken). Dennoch sehe ich ja das sie leidet und würde Ihr gerne etwas geben was sie unterstützt. Komischerweise hat unser Tierarzt weder Schmerzmittel noch Cortison noch Antibiotika gegeben, da er der Meinung ist das nach Entfernung der Zähne es deutlich besser werden sollte und man dann noch ggf. soetwas geben kann. Was für Tipps können Sie mir geben ?

    • Hallo Timo,
      vielen Dank für die Anfrage und den Beitrag. Man lernt nie aus und so profitieren wir alle von Infos, die geteilt werden.
      Zu Ihrer Frage. Main Coon haben eine Disposition für Zahnprobleme. Das scheint bei Honeymoon sehr ausgeprägt und eine deutliche Reaktion mit dunkelviolettem Zahnfleisch und starkem Geruch. Wenn die Zähne genau untersucht werden, kann es sicherlich die Lösung sein, alle Zähne zu entnehmen. Das wäre z. B. bei FORL der Fall oder auch generell Autoimmunerkrankungen. Ist der Befund/die Diagnose dahingehend?
      Allgemein kann man homöopathisch gut unterstützen. Bei starkem Zahnleiden, muss die Ursache gefunden werden und dann ggf. eben die Zähne raus, da sonst der Reiz bestehen bleiben würde und dann auch die homöopathischen Mittel leider nicht richtig greifen, weil die Umgebung sozusagen nicht gesund ist. Leider ist es so.
      Jetzt vorab ohne genauere Kenntnis meinerseits zu den Symptomen ein homöop. Mittel zu nennen ist nicht möglich. Es gibt viele Mittel die in Frage kommen und man müsste die genauen Symptome abfragen: Farbe der Rötungen, Schwellungen im Mund, Geruch, Speichelbeschaffenheit, Rachen betroffen, liegen andere Erkrankungen wie FORL, Autoimmunerkrankungen, FIV oder FeLV vor, Nieren, wie geht es Honeymoon damit insgesamt, ist sie dabei munter oder eher zurückgezogen, wie geht sie damit um usw. usw.. Als Mittel kommen z. B. Lachesis, Mercurius, Belladonna, Silicea, Phosphor, Lycopodium, usw. in Frage – um nur einige zu nennen. Man müsste das Geschehen genau aufnehmen. Die Symptome könnten sich durch das passende homöopathischen Mittel abmildern. Kurz, es braucht eine Beratung mit Anamnese, um für Honeymoon homöopathisch tätig zu werden.

      Warum der TA kein Schmerzmittel gibt, kann ich nicht beurteilen. Ungewöhnlich, da klar ist, dass Honeymoon Schmerzen hat und es eigentlich ein Anliegen sein sollte, dass sie zur OP fit ist und vernünftig gefressen hat. Außerdem, warum soll sie noch 14 Tage Schmerzen erdulden? Vlt. liegt es an dem Nierenzustand? Alle Chemie muss ja über die Nieren wieder raus…
      Dennoch, wäre es meine Katze, würde ich Metacam oder Onsior geben. Und den TA gezielt fragen, warum Honeymoon kein Schmerzmittel haben sollte? Wie er das begründet? Was er soweit mitgeteilt hat als Erklärung leuchtet mir nicht ein. Man kann dann ja auch ggf. Metacam vorher absetzen, falls es mit einer OP kollidiert…

      Dann würde ich mir einen Zahnspezialisten suchen. Keine Praxis mit einem WE Seminar zur Zahnkunde, sondern jemanden der sich auf dem Gebiet gut auskennt. Diese Leute machen zusätzliche längere Ausbildungen in der Zahnheilkunde bei Tieren. Und eine Praxis mit Dentalröntgengerät würde ich auch bevorzugen.

      Die Reißzähne bei Katzen zu entnehmen ist eine sehr sensitive Sache!! Dabei kann leicht der dünne Kiefer gebrochen werden, wenn man sich nicht gut auskennt und nicht sorgsam vorgeht! Ich hatte gerade eine Katze im Klientenkreis, der bei Ziehen eines Reißzahnes der Kiefer gebrochen wurde!
      Keine Angst, jedoch sollte dies nochmal ins Bewusstsein genommen werden. Die meisten TÄ wissen um die sensitive Problematik.

      Zu den Nieren. Ja, Vollnarkose ist natürlich ein Risiko. Und gerade wenn die Zähne alle raus müssen wird die Narkose auch ggf. länger sein müssen. Aber auch da, wenn das Narksose-Management stimmt, wird es gutgehen. Viele TÄ setzen eine Inhalationsnarkose ein und auch Venenkatheter wenn die Nieren angeschlagen sind.

      Ich hoffe, die Infos helfen etwas weiter! Nach der Behandlung werden auch die homöopathischen Mittel vollends greifen, jetzt vor der OP bei diesem Reiz sehr wahrscheinlich nur zu einer Milderung der Symptome führen.

      Brauchen Sie weitere Infos oder eine Beratung, dann vereinbaren wir einen Termin: 0421-16694913 oder info@katzenwege.de.

      Alles Gute für Honeymoon!!! Und liebe Grüße, Susanne

  16. Hallo, ich habe eine Katze die mir vor ca 4 Jahren zugelaufen ist. Sie war damals schon fast blind und hatte ganz schlimm Giardien und eine schlecht verheilte Knochenverletzung an den NNbh. Ich muss ihr regelmäßig Nasenspülungen machen, sonst kommt wieder Eiter. Antibiotika hilft nicht mehr viel. sie bekommt Sinupret, höm, Colostrum, Aloe usw. Leider hat ihr bis letzte Woche noch nie ein Tierarzt in den Rachen richtig reingeschaut. Der hat dann festgestellt, dass sie da eine ganz starke Entzündung hat. Über die Jahre wurden ihr auch schon einige Zähne gezogen. Er empfahl uns jetzt das Metacam für Katze, irgendwie ähnlich wie Rheuma…. ich habe halt so Angst ihr das zu geben wegen NIere und Leber. Ich fand dadurch die Berichte von Euch schon sehr interessant, denn ich weiß echt nicht wie ich das in den Griff bekommen soll. sie frisst auch oft sehr schlecht. Ich dachte immer, das liegt bei ihr an der kaputte Nasennebenhöhle, doch leider liegt es auch am entzündeten Rachen. Viele Grüße Karin und MIezi
    Eine persönliche Beratung wäre vielleicht mal ganz gut.

    • Hallo liebe Karin,
      ja, diese Maulhöhlengeschichten, nicht schön und vor allen Dingen äußerst schmerzhaft für Katzi. Melde Dich gerne wenn Interesse an einer homöopathischen Behandlung besteht. Einfach anrufen, wir machen dann ein kurzes Vorgespräch und dann sehen wir weiter. Die Erfahrungen mit Homöopathie sind positiv.
      Zu Metacam, ich würde es geben, gerade wenn es eine ältere Katze ist, damit sie mal schmerzfrei ist. Meta ist eines der bekannten Schmerzmittel bei Katzen und Tieren und sie kommen damit im allgemeine gut klar. Sicherlich, das muss über den Entgiftungsapparat Niere/Leber wieder raus, aber wenn es zunächst die Lebensqualität der Katze bessert, würde ich es kurzzeitig geben. Aber mir natürlich dann parallel eine gute Behandlung dafür einfallen lassen. Wie – eben besagt – Homöopathie, ich wiederhole mich 😉
      Also melde Dich, falls von Interesse.
      Liebe Grüße, Susanne

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.